Wenn das gewohnte Umfeld zur Unbekannten wird.

Wenn das gewohnte Umfeld zur Unbekannten wird.

Menschen, die an einer Demenz leiden, verstehen je nach Krankheitsstadium ihr Umfeld nicht mehr. Sie reagieren hilflos und unsicher, ängstlich oder ärgerlich. In einer homogenen Gemeinschaft können dementiell veränderte Menschen in ihrer eigenen Wirklichkeit leben, ohne dass sie ständig an Grenzen stoßen oder durch ihre Umwelt korrigiert werden. 

Wichtige Voraussetzungen für diese Wohnbereiche sind eine millieu-typische Einrichtung, ein eigener Demenzbegleiter je Wohnbereich und besondere Angebote, die auf die Bewohner zugeschnitten sind.

Hauswirtschaftliche Tätigkeiten fördern das Wohlbefinden hier ebenso wie tägliche Rituale, um eine Tagesstruktur zu schaffen. Die jahreszeitliche Orientierung durch Feste wie Karneval, Ostern, das Mai-, Sommer-, Erntedank- oder Oktoberfest und natürlich die Weihnachtsfeier sind dabei ebenso wichtige Faktoren wie Märchenstunden oder Sing-Kreise mit musikalischer Begleitung und Liedern deren Texte tief im Unterbewusstsein verankert sind.

Bewegungsspiele oder Tanz-Tee Angebote runden das Angebot ab, um dem oft bei Demenz auftretenden Bewegungsdrang gerecht zu werden. Hier helfen auch die großen offenen Wohnbereiche, in denen sich die Bewohner frei bewegen können.

Unser Ziel: Es geht um die Wahrung der eigenen Identität – nicht zuletzt durch ausgeprägte Biografiearbeit und Geburtstagsfeiern. Ein persönliches Geschenk im Namen unseres Hauses ist dabei für uns weit mehr als eine therapeutische Geste.

In unserer Betreuung von dementen Bewohnern orientieren wir uns an den Grundsätzen des englischen Psychogerontologen Tom Kitwood. (Validation und positive Beziehungsgestaltung).